Kryptowährung schürfen mit einem Raspberry Pi

Kryptowährungen wie z.B. Bitcoin sind in aller Munde. Es gibt heute ca. 7000 Kryptowährungen, wie z.B. Bitcoin, Ethereum, Tether, XPR, Chainlink, Litercoin und Monero um mal 7 zu nennen.

Kann man mit einem alten Raspberry Pi Model B oder W Zero Krypto-Geld schürfen? Ja, warum nicht, das geht sogar ziemlich einfach, wie dieser Artikel zeigt. Rechnet es sich? Dazu später mehr.


Vorraussetzung ist ein aktuell installiertes Debian und zugriff auf die Kommandozeile.

Dann brauchen wir noch eine Anmeldung bei Minergate.com und die E-Mail-Adresse, womit wir uns dort angemeldet haben. Die Anmeldung bei diesem Mining-Pool ist kostenlos. Minergate ist ein Open-Source-Multi-Kryptowährungs-Mining-Pool.

So, jetzt wollen wir mal Krypto-Geld erzeugen. Wir werden die Währung Monero erzeugen. Wikipedia sagt zu Monero: „Monero (XMR) ist eine dezentrale, Blockchain-basierte Kryptowährung, vergleichbar mit Bitcoin. Im Gegensatz zu Bitcoin setzt Monero jedoch einen stärkeren Fokus auf die Privatsphäre bzw. Anonymität seiner Nutzer (Privacy Coin) und verfolgt einen anderen Ansatz in Bezug auf die Skalierbarkeit. Das Wort „monero“ ist der Sprache Esperanto entnommen und bedeutet „Münze“. Monero (XMR) ist auf bis zu 12 dezimale Nachkommastellen teilbar, d. h. die kleinste Währungseinheit beträgt 0,000 000 000 001 XMR = 10 hoch −12 XMR.

Ok, dann mal los, es dauert ca. 1-2 Stunden um den Miner zu bauen und das erste Geld zu erzeugt. Es sind nur diese 4 Schritte nötig und es ist mal etwas anderes als Co2-Ampeln bauen …

So nun wird auf der Konsole das Ergebnis ausgegeben, z.B.:

Im Dashboard von Minergate, wird nach einiger Zeit die geschürfte Währung angezeigt:

Wie man sieht, habe ich nach ein paar Stunden mit dem alten Raspberry Pi Monero generiert.
Unter Total steht der Wert: 0,000000314543 Monero, den ich sagen wir mal in 10 Stunden erzeugt habe (habe nicht genau auf die Uhr geschaut).

So, jetzt zu der Frage ob es sich lohnt. Das geschürfte Geld, wird ab 0,005 Monero (= 50 Cent bei Kurs 100 Euro = 1 Monero) bestätigt. Ich müsste also mind. den Betrag schürfen. Der Pi berechnet mit 1.03 H/s (Hash pro Sekunde ), das ist nicht viel. Aber immerhin einer pro Sekunde.

Wir rechnen mal, wie lange würde ich brauchen, um mit dem Pi mind. 0,005 Monero zu erzeugen wenn er Tag und Nacht läuft?

0,000000314543 / 10 ist in einer Stunde 0,0000000314543 und
0,005 / 0,0000000314543 = 158960 Stunden = 6623 Tage = 18 Jahre

Es ist wohl ganz einfach, ich brauche noch nicht mal die Stromkosten (ca. 12 Euro Pro Jahr mal 18 = 200 Euro) ausrechnen. Der Kurs von einem Monero liegt gerade bei 100 Euro. Und wie der in 18 Jahren aussieht? Und minergate nimmt auch noch 1 – 1,5 % als Provision.

Es lohnt sich nicht mit einem Pi bei 1 H/s! Das hatte wohl auch keiner geglaubt, oder?

Hier ging es aber auch nur um die techn. Machbarkeit, die ist in 1-2 Stunden auch mit einem Pi leicht durchzuführen.

Es gibt auch noch einen schönen Wirtschaftlichkeits-Rechner. Da kann man ja mal höhere Hash-Werte eintragen und rechnen …

Und wer weiß, wie sich der Kurs noch entwickelt. Ich lasse das Geld dort liegen 😉

Der Pi ist mit der Berechnung zu 100% CPU ausgelastet, wie dieser htop zeigt:

Wenn der Raspberry Pi leicht übertaktet wird von 700 auf 800 Mhz, dann steigt auch die Hash Leistung von 1,03 auf 1,13 H/s da der Takt bzw. Geschwindigkeit der CPU bei dem schürfen von Monero wichtig ist. Hier dazu die Ausgabe:

Und auf einem Raspberry Pi W Zerro geht es noch schneller, mit 1,34 H/s wenn man von Geschwindigkeit sprechen will, da er mit 1000 Mhz arbeitet:

Man kann natürlich auch mehrere Pis gleichzeitig laufen lassen. Hier der W Zero und der B:

Hier kann man dann gut sehen, 2 Active Workers:

Oder man stellt auf einem Pi mehrere Threads mit der Option -t ein. Hier mal ein Versuch mit -t 80. Da geht natürlich die Geschwindigkeit für jeden Task runter. Hier auf 0,02 H/s. Wenn es zu Fehlermeldungen kommt, kann evl. die Zeit mit -T angepasst werden. Default ist da 300 Sekunden eingestellt.

In htop sieht man dann die vielen Threads und die Auslastung der CPU von 100%:

Ein CPU-Test kann auch schnell gemacht werden mit ./cpuminer –cputest, das Ergebniss für alle Algos:

Und hier noch die Liste aller Parameter, die mit ./cpuminer -h ausgegeben werden: